Ello
Dies und das, Social Media

Ein bisschen mehr Optimismus, was #Ello betrifft, bitte!

Ich finde es schade. Und kann es nicht nachvollziehen. Die negativen Prognosen über das neue Social Network Ello. Warum muss denn alles Neue immer gleich verrissen werden. Kaum legt Ello los, prophezeien bereits die Ersten dessen Untergang und meckern, dass dieses oder jenes fehle. Und überhaupt habe Ello so oder so keine Chance. Sind es nicht gerade wir, Liebhaberinnen und Liebhaber des Internets, die sich daran freuen sollten, dass es wieder einmal jemand versucht?

Es scheint in der Natur des Menschen oder des Schweizers zu liegen, bei etwas Neuem zuerst einmal alle Fehler zu suchen, um diese dann lautstark herumposaunen zu können. Wir alle haben doch unsere Freuden an coolen Tools und Spielzeugen, neuen Technologien, kreativen und mutigen Start-ups, innovativen Ideen, aussergewöhnlichen Apps, schicken Interfaces und, und, und… Freuen wir uns doch auch an Ello und geben dem Ding eine Chance. Es wäre vielmehr Applaudieren angesagt, dass es wieder einmal jemand versucht, sich ein Stück vom Social-Media-Kuchen abzuschneiden. Und das mit einer aus meiner Sicht durchaus sehenswerten und charmanten Lösung. Also los: Zügeln wir unsere Zungen und Tasten und geben Ello einen Boost.

Übrigens: Hier gibts einen lesenswerten Artikel von David Blum über Ello zu lesen. Er nimmt das neue Social Network genauer unter die Lupe.

PS: Wer sich mit mir auf Ello vernetzen möchte, bitte hier lang.

 

Titelbild: Jake Givens, unsplash.com

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Facebook Marketing, Online Marketing, Social Media

Das KMU-unfreundliche Facebook

Kein Zutritt für KMU's

Immer mehr Firmen investieren Teile ihrer Werbebudgets in Facebook-Werbung. Betreut man als Unternehmen eine Facebook-Page, so wird man nach den jüngsten Anpassungen am Facebook-eigenen Algorithmus förmlich dazu gezwungen. Denn ohne die Verstärkung mittels Facebook Ads erreichen die geposteten Meldungen nur noch einen Bruchteil der eigenen Facebook-Fans. Und für den Aufbau einer passablen Fanbasis kommt man nicht darum herum, in Facebook Ads zu investieren. Das ist ja grundsätzlich auch in Ordnung. Denn die Targeting-Möglichkeiten sind genial und Reichweite gibts ja selten gratis. Aber:

Wer geschäftlich eine Facebook-Seite betreut, hat sich bestimmt schon darüber genervt, dass das zur Bewerbung der Facebook-Seite notwendige Werbekonto an das persönliche Benutzerprofil gebunden ist. Nebenbei: Auch die Facebook-Seite selbst ist es. Nun gab es aber einen Workaround, um ein sogenanntes Unternehmensprofil anzulegen und das Werbekonto wie auch die Facebook-Seite mit diesem Profil zu verknüpfen. Weiter war es möglich, mehreren persönlichen Profilen Zugriff auf die Verwaltung der Seite und des Werbekontos zu gewähren. So konnte man sich bequem mit dem eigenen, persönlichen Profil anmelden, um die Seite und die laufenden Kampagnen zu managen. Aber das Werbekonto und die Seite blieben richtigerweise Eigentum des Unternehmensprofils. Und über das Unternehmensprofil wurde geregelt, welche Personen mit ihren persönlichen FB-Profilen auf die Verwaltung zugreifen dürfen. Der Thomas Hutter hat das Vorgehen, um an ein Unternehmensprofil zu gelangen, in einem Whitepaper auf allfacebook.de Schritt für Schritt beschrieben. Und ich habe es damals gleich ausprobiert und es hatte wunderbar geklappt. Wo ist jetzt also der Haken? Das war einmal!

Neulich war ich wieder in der Situation, geschäftlich ein Unternehmensprofil erstellen zu müssen. Also zückte ich das in meinem Evernote feinsäuberlich abgelegte Whitepaper und siehe da: Facebook verwehrte mir das Eröffnen eines Unternehmensprofils! Denn Facebook entschied – aus welchem Grund auch immer – die Möglichkeit eines Unternehmensprofils nur noch über einen Account Manager und nicht mehr in Eigenregie erstellen zu können. Das Problem bei der Geschichte: Einen persönlichen Account Manager gibts leider erst ab einem monatlichen Umsatz von 10’000 Euro. Ach so. Und welches kleinere Unternehmen kann sich denn schon leisten, jährlich 120’000 Euro in Facebook reinzubuttern? Wohl keines. Tja so ist das Leben, scheint sich Facebook zu sagen und konzentriert sich lieber auf die grossen Fische. Ohne irgendeinen Draht zu Facebook, ist man jetzt also gezwungen, die zu betreuende Facebook-Seite und das Werbekonto an das eigene, private Benutzerprofil zu hängen. Man bedenke, dass man wiederum erst ab einem monatlichen Volumen von 10’000 Euro in den Genuss der Abrechnungsmöglichkeit «per Rechnung» kommt. So muss man also die Kreditkarten-Daten des Arbeit- oder Auftraggebers im an das eigene Benutzerprofil gebundene Werbekonto hinterlegen. Und das ist doch sehr suboptimal. Was nun? Wieder zurück zu den Fakeprofilen – mit dem Risiko, dass diese durch Facebook gelöscht werden? Wie geht ihr damit um?

 

Bild: kovik bei stock.XCHNG

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Online Marketing, Social Media

Massgeschneiderte Suchqueries mit Talkwalker Alerts

Talk Walker Alerts

Vor ein paar Wochen schrieb Renato Mitra im Webdenker-Blog von MySign einen Blogpost zum Thema «Einfaches Monitoring mit Alerts». In diesem Post stellte er unter anderem auch den Dienst Talkwalker Alerts vor. Da uns dieser Dienst am selben Tag an der FHNW im CAS Social Media, Conversion Management & Webanalyse von Mike Schwede empfohlen wurde, richtete ich mir sogleich ein paar Suchqueries ein, um einmal auszutesten, was geschieht. Dabei hinterlegte ich sowohl brandbezogene als auch themenbezogene Suchqueries und bei der Sprache stellte ich «Deutsch» ein. Und siehe da, bei den themenbezogenen Suchqueries hagelte es kurz darauf nur so von Meldungen. Dabei handelte es sich zu 90% um Erwähnungen/Nennungen auf deutschen Websites (sprich .de-Domains). Innert kürzester Zeit war meine Mailbox vollgestopft von Talkwalker-Alerts-Meldungen. Da mich aber in meinem Fall lediglich Erwähnungen auf Schweizer-Websites interessieren, war das Resultat daher ziemlich unbefriedigend. Was nun?

Massgeschneiderte Suchqueries mittels Such-Syntax
Da der Dienst so ziemlich unbrauchbar wäre, wenn man die Suchqueries lediglich in der Sprache, nicht aber auch länderspezifisch, eingrenzen könnte, ging ich einmal davon aus, dass es hierfür irgendeine Lösung geben muss. Tatsächlich: Talkwalker Alerts bietet eine ganze Menge an Optionen, um die hinterlegten Keywords mit entsprechenden Parametern wunschgemäss zu frisieren. Unter Such Syntax in der Footer-Navigation (siehe Screenshot) findet sich eine Liste mit sämtlichen Möglichkeiten, um die eigenen Suchqueries entweder aufzumotzen oder einzudämmen. In meinem Fall bediente ich mich der sogenannten «Source Country Restriction». Mittels Einsatz von zusätzlichen booleschen Operatoren kann dann eine Suchquery bspw. wiefolgt aussehen:

sourcecountry:ch AND (keyword1 OR keyword2 OR “key word3″)

So erhalte ich nur dann eine Meldung, wenn Talkwalker Alerts eine Erwähnung von «keyword1» oder «keyword2» oder aber «key word3» entdeckt. Dies aber nur unter der Bedingung, dass die Erwähnung aus der Schweiz stammt. So einfach ist die ganze Sache. Ein Blick in diese Liste der unterstützten Such-Syntaxen lohnt sich. Es gibt noch viele weitere Optionen, um durch deren gezielten Einsatz auch wirklich nur jene Meldungen zu erhalten, die für mein Anliegen relevant sind.

Übrigens: Talkwalker Alerts ist sauschnell
Nebenbei möchte ich noch erwähnen, dass Talkwalker Alerts echt sauschnell ist. Vor wenigen Tagen wurde in einem Blogpost eines meiner Keywords erwähnt und noch am selben Tag hatte ich die Meldung bereits in meiner Mailbox. Bei Google Alerts dauert so etwas gerne einmal mehrere Tage. Also ein echt genialer Dienst diese Talkwalker Alerts.

 

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Facebook Marketing, Online Marketing, Social Media, Tipps

Facebook – persönliches Profil vs. Unternehmensprofil

Steht man vor der Aufgabe, eine Facebook-Seite zu erstellen, gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder wird die Seite über das eigene, persönliche Profil erstellt oder aber es wird ein sogenanntes Unternehmensprofil angelegt. Es ist also grundsätzlich möglich, eine FB-Seite zu erstellen, ohne selber im Besitz eines persönlichen Profils zu sein. Bleibt die Frage, wie man eine Seite erfolgreich managen soll, wenn man selbst keine Erfahrungen mit Facebook gesammelt hat, um die Dynamik, Funktionsweisen und Möglichkeiten zu verstehen. Aber lassen wir das einmal so im Raum stehen.

Seite erstellen bei FacebookUnternehmensprofil – was es kann und was nicht
Mit einem Unternehmensprofil kann man genau zwei Dinge tun: Eine Facebook Seite adminisitrieren und Facebook Ads schalten. Die klassischen Funktionen eines persönlichen Profils (mit Freunden verbinden, andere Inhalte liken, Status Updates kommentieren usw.) stehen nicht zur Verfügung.

Was macht in der Praxis Sinn
Sobald man eine Facebook-Seite im Namen des Arbeitgebers oder für einen Kunden erstellt, macht es Sinn, dies über ein Unternehmensprofil zu tun – auch wenn man selbst über ein persönliches Profil verfügt. Dies hat zwei Gründe: Verlässt man die Firma, so ist die Facebook-Seite nicht an ein persönliches Profil gebunden, sondern mit einem neutralen Unternehmensprofil verknüpft, das einfach und bequem dem zukünftigen Seitenmanager übergeben werden kann. Und da ich mit einem Unternehmensprofil eben auch Facebook Ads schalten kann, steht dem Unternehmen somit ein eigenes Werbekonto zur Verfügung. Wenn ich dann also eine Facebook-Kampagne lancieren möchte, so kann ich das übers Unternehmensprofil tun und dort die Kreditkartendaten des Arbeitgebers/Kunden hinterlegen. Ansonsten müsste ich die Kampagne über das Werbekonto des eigenen, persönlichen Profils managen und die Kreditkartendaten des Arbeitgebers/Kunden wären dort zu hinterlegen. Und das ist sicher nicht ganz ideal.

Wie wird ein Unternehmensprofil erstellt
Falls man bei Facebook mit dem persönlichen Profil angemeldet ist, erst einmal abmelden. Dann auf www.facebook.com gehen und unter dem prominenten, grünen Registrieren-Button den Link «Erstelle eine Seite» anklicken und dann wird man durch die Erstellung einer Seite Schritt für Schritt durchgeführt.

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Dies und das, Social Media

Zum Erfolg dank Twitter

Hier ein kleines Müsterchen, das zeigt, wie man über Social Media-Kanäle zum Erfolg kommen kann, wenn alles andere hoffnungslos erscheint. Da ich seit Ende Februar 2011 von zu Hause aus für xpure arbeite und wir unser Büro also kündigten, war der Sunrise-Anschluss am Standort des Büros überflüssig geworden, da ich zu Hause bereits über einen Bluewin-Anschluss verfüge. Somit war ich gezwungen, den Sunrise-Anschluss ebenfalls zu kündigen. Da der Vertrag jedoch noch bis 2012 gelaufen wäre, wurde mir empfohlen, einen netten Brief an Sunrise zu schreiben und auf deren Kulanz zu hoffen. Ich schilderte Sunrise also mittels Brief meine Situation und siehe da, Sunrise reagierte prompt und versprach mir Kulanz. Das hat mich natürlich sehr gefreut. Doch leider erhielt ich kurze Zeit später die letzte Rechnung und auf dieser war nun plötzlich eine Gebühr von «sage und schreibe» CHF 360.– für die vorzeitige Kündigung des Vertrags aufgeführt. Dies hat mich sofort stutzig gemacht und bei Sunrise nachgefragt, wurde mir erklärt, dass diese Gebühr für die vorzeitige Kündigung des Mobilabos – mir wurde damals beim Vertragsabschluss empfohlen, ein zusätzliches Mobilabo zu lösen, um von einer Aktion profitieren zu können – fällig sei. Selbstverständlich wurde mir damals beim Vertragsabschluss nie gesagt, dass es sich beim Mobilabo um einen eigenständigen Vertrag handelt, der im Grunde genommen nichts mit dem click & call-Abo zutun hat. Ganz nebenbei: Ich hatte die SIM-Karte kein einziges Mal eingesetzt gehabt, da ich diesen Vertrag auf Empfehlung des Beraters eben lediglich abgeschlossen habe, um von der Aktion profitieren zu können. Sunrise versicherte mir am Telefon, dass da leider nichts zu machen sei und ich den Betrag halt jetzt bezahlen müsse. Nichts zu machen also. Die Situation schien hoffnungslos, wenn da eben nicht Twitter gewesen wäre. Über Twitter verschaffte ich meinem Frust schliesslich etwas Luft. Dies natürlich in der Hoffnung, dass Sunrise darauf reagiert und mir eventuell doch noch entgegenkommt. Tatsächlich: Sunrise reagierte (über Twitter) und bat mich, mein Problem per E-Mail zu schildern. Ein paar Tage später erhielt ich die korrigierte Rechnung und die Gebühr wurde mir erlassen. So schön kann Social Media sein!

Hier seht ihr die Twitter-Konversation zwischen mir und Sunrise:

Twitterconversation
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Social Media

Social Media – Top oder Flop?

Social Media hier, Social Media da, Social Media dort. Gut möglich, dass sich dieser Begriff als Marketing-Schlagwort des Jahres etabliert hat. Doch was hat es wirklich auf sich? Wird das Ganze nicht überbewertet? Klar, dass da Stimmen laut werden, die von einer Social Media-Blase sprechen. Die neuste Meldung von Delicious beweist uns sicher nicht gerade das Gegenteil. Ich selbst bin der Meinung, dass man zwei Dinge ganz klar auseinanderhalten sollte: Dies ist auf der einen Seite der Wandel des Mediennutzungsverhalten und auf der anderen Seite die Hypes der unterschiedlichsten Dienste und Plattformen innerhalb des Social Web. Fast täglich spriessen neue Dienste aus dem Boden. So schnell, wie sie kamen, verschwinden viele oft auch wieder. Dass Plattformen wie Twitter, Facebook oder Youtube irgendeinmal wieder von der Bildfläche verschwinden, ist kaum vorstellbar. Aber wer weiss das schon. Doch was ist mit dem Mediennutzungsverhalten? Ich bin mir ganz sicher, dass der Trend des Mitmach-Webs weiter anhält und schon längst nicht mehr aufzuhalten ist. Der moderne Mensch nimmt die Kommunikation und Informationsbeschaffung nun einmal selbst in die Hand. Das Bedürfnis, sich in sozialen Netzwerken zu unterhalten, Erfahrungen auszutauschen, Informationen zu sammeln, Inhalte mit anderen zu teilen, bleibt auch in Zukunft bestehen. Sollte beispielsweise Twitter einmal verschwinden, so bin ich mir ganz sicher, dass sich die User auf irgendeiner anderen Plattform wieder begegnen würden und dort den Dialog und Austausch weiterführen. Was heisst das für Leute, die sich mit dieser Thematik schwertun und sich als Social Media-Muffel bezeichnen? Leute aus dem Marketing und der Unternehmenskommunikation tun sicher gut daran, sich dieser neuen Herausforderung zu stellen.

Kleiner Tipp: Vielleicht erst einmal zurückhaltend zuhören, um die Funktionsweise, Kultur und das Verhalten in sozialen Netzwerken zu beobachten und zu verstehen. Hat man dies einmal begriffen, so kann man sich zukünftig bestimmt auch viel schneller auf neue Dienste und Plattformen einstellen. Es gelten überall die ähnlichen Grundregeln. Und dann Schritt für Schritt in Dialoge einsteigen, sich mitteilen und mit der Zielgruppe in Kontakt treten. Der grösste Fehler, den man machen kann ist, soziale Netzwerke als reine Werbeplattform zu verstehen. Es geht vielmehr um den Austausch, den Dialog, die Vernetzung, das Einholen von Feedbacks und die Involvierung der unterschiedlichen Zielgruppen. Dass dies eine längerfristige Arbeit bedeutet, versteht sich von selbst.

 

Ich persönlich sehe in Social Media also eine grosse Chance, die es zu nutzen und zu entdecken gilt. Klar ist, dass Social Media keineswegs die klassischen Kommunikations-Instrumente einfach so ersetzt, sondern diese vielmehr ergänzt und weiterführt. Über eines dürften wir uns wohl aber alle einig sein: Online wird immer wichtiger!

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