Facebook Marketing, Online Marketing, Social Media

Das KMU-unfreundliche Facebook

Kein Zutritt für KMU's

Immer mehr Firmen investieren Teile ihrer Werbebudgets in Facebook-Werbung. Betreut man als Unternehmen eine Facebook-Page, so wird man nach den jüngsten Anpassungen am Facebook-eigenen Algorithmus förmlich dazu gezwungen. Denn ohne die Verstärkung mittels Facebook Ads erreichen die geposteten Meldungen nur noch einen Bruchteil der eigenen Facebook-Fans. Und für den Aufbau einer passablen Fanbasis kommt man nicht darum herum, in Facebook Ads zu investieren. Das ist ja grundsätzlich auch in Ordnung. Denn die Targeting-Möglichkeiten sind genial und Reichweite gibts ja selten gratis. Aber:

Wer geschäftlich eine Facebook-Seite betreut, hat sich bestimmt schon darüber genervt, dass das zur Bewerbung der Facebook-Seite notwendige Werbekonto an das persönliche Benutzerprofil gebunden ist. Nebenbei: Auch die Facebook-Seite selbst ist es. Nun gab es aber einen Workaround, um ein sogenanntes Unternehmensprofil anzulegen und das Werbekonto wie auch die Facebook-Seite mit diesem Profil zu verknüpfen. Weiter war es möglich, mehreren persönlichen Profilen Zugriff auf die Verwaltung der Seite und des Werbekontos zu gewähren. So konnte man sich bequem mit dem eigenen, persönlichen Profil anmelden, um die Seite und die laufenden Kampagnen zu managen. Aber das Werbekonto und die Seite blieben richtigerweise Eigentum des Unternehmensprofils. Und über das Unternehmensprofil wurde geregelt, welche Personen mit ihren persönlichen FB-Profilen auf die Verwaltung zugreifen dürfen. Der Thomas Hutter hat das Vorgehen, um an ein Unternehmensprofil zu gelangen, in einem Whitepaper auf allfacebook.de Schritt für Schritt beschrieben. Und ich habe es damals gleich ausprobiert und es hatte wunderbar geklappt. Wo ist jetzt also der Haken? Das war einmal!

Neulich war ich wieder in der Situation, geschäftlich ein Unternehmensprofil erstellen zu müssen. Also zückte ich das in meinem Evernote feinsäuberlich abgelegte Whitepaper und siehe da: Facebook verwehrte mir das Eröffnen eines Unternehmensprofils! Denn Facebook entschied – aus welchem Grund auch immer – die Möglichkeit eines Unternehmensprofils nur noch über einen Account Manager und nicht mehr in Eigenregie erstellen zu können. Das Problem bei der Geschichte: Einen persönlichen Account Manager gibts leider erst ab einem monatlichen Umsatz von 10’000 Euro. Ach so. Und welches kleinere Unternehmen kann sich denn schon leisten, jährlich 120’000 Euro in Facebook reinzubuttern? Wohl keines. Tja so ist das Leben, scheint sich Facebook zu sagen und konzentriert sich lieber auf die grossen Fische. Ohne irgendeinen Draht zu Facebook, ist man jetzt also gezwungen, die zu betreuende Facebook-Seite und das Werbekonto an das eigene, private Benutzerprofil zu hängen. Man bedenke, dass man wiederum erst ab einem monatlichen Volumen von 10’000 Euro in den Genuss der Abrechnungsmöglichkeit «per Rechnung» kommt. So muss man also die Kreditkarten-Daten des Arbeit- oder Auftraggebers im an das eigene Benutzerprofil gebundene Werbekonto hinterlegen. Und das ist doch sehr suboptimal. Was nun? Wieder zurück zu den Fakeprofilen – mit dem Risiko, dass diese durch Facebook gelöscht werden? Wie geht ihr damit um?

 

Bild: kovik bei stock.XCHNG

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Facebook – persönliches Profil vs. Unternehmensprofil

Steht man vor der Aufgabe, eine Facebook-Seite zu erstellen, gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten: Entweder wird die Seite über das eigene, persönliche Profil erstellt oder aber es wird ein sogenanntes Unternehmensprofil angelegt. Es ist also grundsätzlich möglich, eine FB-Seite zu erstellen, ohne selber im Besitz eines persönlichen Profils zu sein. Bleibt die Frage, wie man eine Seite erfolgreich managen soll, wenn man selbst keine Erfahrungen mit Facebook gesammelt hat, um die Dynamik, Funktionsweisen und Möglichkeiten zu verstehen. Aber lassen wir das einmal so im Raum stehen.

Seite erstellen bei FacebookUnternehmensprofil – was es kann und was nicht
Mit einem Unternehmensprofil kann man genau zwei Dinge tun: Eine Facebook Seite adminisitrieren und Facebook Ads schalten. Die klassischen Funktionen eines persönlichen Profils (mit Freunden verbinden, andere Inhalte liken, Status Updates kommentieren usw.) stehen nicht zur Verfügung.

Was macht in der Praxis Sinn
Sobald man eine Facebook-Seite im Namen des Arbeitgebers oder für einen Kunden erstellt, macht es Sinn, dies über ein Unternehmensprofil zu tun – auch wenn man selbst über ein persönliches Profil verfügt. Dies hat zwei Gründe: Verlässt man die Firma, so ist die Facebook-Seite nicht an ein persönliches Profil gebunden, sondern mit einem neutralen Unternehmensprofil verknüpft, das einfach und bequem dem zukünftigen Seitenmanager übergeben werden kann. Und da ich mit einem Unternehmensprofil eben auch Facebook Ads schalten kann, steht dem Unternehmen somit ein eigenes Werbekonto zur Verfügung. Wenn ich dann also eine Facebook-Kampagne lancieren möchte, so kann ich das übers Unternehmensprofil tun und dort die Kreditkartendaten des Arbeitgebers/Kunden hinterlegen. Ansonsten müsste ich die Kampagne über das Werbekonto des eigenen, persönlichen Profils managen und die Kreditkartendaten des Arbeitgebers/Kunden wären dort zu hinterlegen. Und das ist sicher nicht ganz ideal.

Wie wird ein Unternehmensprofil erstellt
Falls man bei Facebook mit dem persönlichen Profil angemeldet ist, erst einmal abmelden. Dann auf www.facebook.com gehen und unter dem prominenten, grünen Registrieren-Button den Link «Erstelle eine Seite» anklicken und dann wird man durch die Erstellung einer Seite Schritt für Schritt durchgeführt.

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