Licticles
Dies und das

6 Gründe, warum jeder Blogger auf Listicles setzen sollte

Dem Trend der sogenannten «Listicles» kann man kaum mehr entgehen. Durch BuzzFeed populär geworden, adaptieren immer mehr Schweizer Medien diese Form von Listen-Artikeln. Offensichtlich scheint es auf ein tatsächlich vorhandenes Bedürfnis zu stossen. Oder zumindest die Chancen auf eine mögliche virale Verbreitung nicht unwesentlich zu erhöhen. Wie dem auch sei. Warum sollten jetzt also nicht auch sämtliche Bloggerinnen und Blogger mit dieser Form des Schreibens liebäugeln? Nachfolgend 6 Gründe, warum wir alle dringend und postwendend auf diesen Trend aufspringen sollten:

  1. Blick am Abend, Storyfilter und Watson tun es (Mee-Too-Strategie)
  2. Geeignetes Instrument, um im Falle von Ideenlosigkeit trotzdem Content zu generieren (meine jetzige Situation)
  3. Minimaler Aufwand, da keine intensive und zeitraubende Auseinandersetzung mit einem konkreten Thema (Zeit ist ein kostbares Gut)
  4. Gute Chance, um, auch ohne jeglichen Mehrwert, an Traffic zu kommen
  5. Keine besonderen Skills vonnöten (jeder kann das)
  6. Jetzt kommt’s: Weil es für diese Form von Artikeln womöglich einen passenden Nutzungskontext gibt (Pendeln, Lesen auf dem Smartphone, wenig Zeit usw.). Mehr aber nicht.

Anmerkung: Dass dieser Post nicht ganz ernst zu nehmen ist, sei hier bemerkt. Ihr wisst schon.

PS: Wenn ich etwas mehr Zeit gehabt hätte, so würdet ihr im Header dieses Blogposts übrigens ein grosses, nervöses und animiertes Gif-Bildchen sehen ;-)

 

Titelbild: Sebastian Müller, unsplash.com

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Social Media

Social Media – Top oder Flop?

Social Media hier, Social Media da, Social Media dort. Gut möglich, dass sich dieser Begriff als Marketing-Schlagwort des Jahres etabliert hat. Doch was hat es wirklich auf sich? Wird das Ganze nicht überbewertet? Klar, dass da Stimmen laut werden, die von einer Social Media-Blase sprechen. Die neuste Meldung von Delicious beweist uns sicher nicht gerade das Gegenteil. Ich selbst bin der Meinung, dass man zwei Dinge ganz klar auseinanderhalten sollte: Dies ist auf der einen Seite der Wandel des Mediennutzungsverhalten und auf der anderen Seite die Hypes der unterschiedlichsten Dienste und Plattformen innerhalb des Social Web. Fast täglich spriessen neue Dienste aus dem Boden. So schnell, wie sie kamen, verschwinden viele oft auch wieder. Dass Plattformen wie Twitter, Facebook oder Youtube irgendeinmal wieder von der Bildfläche verschwinden, ist kaum vorstellbar. Aber wer weiss das schon. Doch was ist mit dem Mediennutzungsverhalten? Ich bin mir ganz sicher, dass der Trend des Mitmach-Webs weiter anhält und schon längst nicht mehr aufzuhalten ist. Der moderne Mensch nimmt die Kommunikation und Informationsbeschaffung nun einmal selbst in die Hand. Das Bedürfnis, sich in sozialen Netzwerken zu unterhalten, Erfahrungen auszutauschen, Informationen zu sammeln, Inhalte mit anderen zu teilen, bleibt auch in Zukunft bestehen. Sollte beispielsweise Twitter einmal verschwinden, so bin ich mir ganz sicher, dass sich die User auf irgendeiner anderen Plattform wieder begegnen würden und dort den Dialog und Austausch weiterführen. Was heisst das für Leute, die sich mit dieser Thematik schwertun und sich als Social Media-Muffel bezeichnen? Leute aus dem Marketing und der Unternehmenskommunikation tun sicher gut daran, sich dieser neuen Herausforderung zu stellen.

Kleiner Tipp: Vielleicht erst einmal zurückhaltend zuhören, um die Funktionsweise, Kultur und das Verhalten in sozialen Netzwerken zu beobachten und zu verstehen. Hat man dies einmal begriffen, so kann man sich zukünftig bestimmt auch viel schneller auf neue Dienste und Plattformen einstellen. Es gelten überall die ähnlichen Grundregeln. Und dann Schritt für Schritt in Dialoge einsteigen, sich mitteilen und mit der Zielgruppe in Kontakt treten. Der grösste Fehler, den man machen kann ist, soziale Netzwerke als reine Werbeplattform zu verstehen. Es geht vielmehr um den Austausch, den Dialog, die Vernetzung, das Einholen von Feedbacks und die Involvierung der unterschiedlichen Zielgruppen. Dass dies eine längerfristige Arbeit bedeutet, versteht sich von selbst.

 

Ich persönlich sehe in Social Media also eine grosse Chance, die es zu nutzen und zu entdecken gilt. Klar ist, dass Social Media keineswegs die klassischen Kommunikations-Instrumente einfach so ersetzt, sondern diese vielmehr ergänzt und weiterführt. Über eines dürften wir uns wohl aber alle einig sein: Online wird immer wichtiger!

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